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November 6, 2011

Am Sonntag sind Zeitungen schwer zu bekommen und etwas später wenn man den Bus um 9.35 versäumt, somit begann die Reise erst um 11.00 Uhr, globale Nachrichten sind der G 20 Gipfel in Cannes zu dem die SZ bemerkte eine Luxussuite im Hotel kostet 38 000 € pro Nacht und es müffelt etwas im Konferenzcenter, zudem hier sonst die Ehrungen für die Gewinner des Filmpreises stattfinden, das Filmfestival hat die Ehrungen der Stars vorgezeigt, auf der Konferenzwebsite findet sich das erste Foto eben wie Nicolas Sarkozy der Gastgeber zu Cristina Kirchner de Fernandez äugt, alter Charmeur der den Wickeltisch flieht.

Auf dem Weg Barack Obama großgewachsen und dünn in einem grauen Anzug und der Vorsitzende der Kommission der Europäischen Union Joao Barroso mit weiterem Anzug und wie einem ins Gesicht getackerten Grinsen, in dritter Reihe dann James Cameron of Great Britain und Angela Merkel of Germany, die den Dramatiker Giorgio Papandreu of Greece zurückgelassen hat, er überstand ein Vertrauensvotum in der Nacht zum Samstag als 153 von 300 Stimmen auf ihn entfielen und er im Büro des Präsidenten Griechenlands wartete um danach eine große Koalition mit der Nea Democratia zu bilden, der Vorschlag eines Referendums wurde ihm in Cannes ausgeredet.

Nun also ein Abschlußcommuniqué zu den Finanzmärkten, zu dem Cameron deutlich wurde nur gehört das britische Pfund eben nicht zur Eurozone und Griechenland nicht zu den intellektuellen Schwergewichten, wir können uns daher nur für die Frankophonie und Charles Taylor aus Canada zum 80. Geburtstag und der Commission de consultation sur les pratiques d’accomoddation reliées aux différences culturelles wenden, es war 2007/2008 als Charles Taylor in die Kommission eingebunden war, eine neuere Sammlung ist November 2011 bei Suhrkamp erschienen.

Es benennt sich „Ein säkulares Zeitalter“ 2009, dazu einen Essayband „unerfüllte Moderne“ und „Laizität und Gewissensfreiheit“ Oktober 2011.

Charles Taylor wurde aus dem englischen übersetzt, die Frankophonie Kanadas Quebecs wird damit fast zum Minderheitenstatus im Bericht gerechnet werden.

Cannes mit der Croisette, die Partnerstadt Antibes San Juan de Pins mit dem Picassomuseum, es ist der Blick auf das Ödland und die müffeligen Plüschsofas der hier geboten wird.

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